Tourismus

Sehenswertes

Der „Weg des Buches“ beginnt im bayerischen Ortenburg und führt über Schärding an der Grenze zu Passau auf bestehenden Wanderwegen von Nord nach Süd durch das Salzkammergut, das Dachsteingebiet, die Niederen Tauern, die Kärntner Nockberge und die Gegend um den Weißensee bis an die slowenische Grenze nach Arnoldstein.

Er ist über 500 km lang und in 29 Tagesetappen unterteilt. 5 Rad- und 24 Wanderetappen verbinden Stadt- und Pfarrgemeinden sowie Tourismusregionen in vier österreichischen Bundesländern. Jede gehört für sich genommen zu den schönsten Wander- und Urlaubsgegenden Österreichs! Unterschiedliche Regionen und Menschen – der „Weg des Buches“ verbindet sie alle, wie Perlen auf einer Kette.

DIE 7. TAGESETAPPE: WALLERN – TOLLET – ST. GEORGEN – GRIESKIRCHEN

Zu empfehlen ist der Besuch des Schlosses der Jörger in Tollet und die erste lutherische Pfarre im Herrschaftsgebiet der Jörger in der heute katholischen Pfarre in St. Georgen bei Grieskirchen. Diese Kirche wurde 1562 fertig gestellt und zeigt die Bauweise von Kirchen in Wittenberg. Anreise mit dem Bus des OOEVV von Wallern über Grieskirchen (Umsteigen) nach Tolleterau Feuerwehr. Von hier geht man durch das Betriebsgelände eines Sägewerks hinauf zum Schloss Tollet. Auch die Kapelle (Schlüssel zu den Amtszeiten vom Gemeindeamt) kann besichtigt werden. Zurück zum Feuerwehrhaus und weiter bis zur nächsten links abbiegenden Straße nach St. Georgen und Grub wandern. Man überschreitet die Eisenbahnstrecke nach Passau und die Bundesstraße. Nach der Überquerung des Höhenrückens sieht man bald die in Ziegel erbaute Kirche von St. Georgen. Zurück geht es wieder mit dem Bus über die Bezirksstadt Grieskirchen, Mittagessen mit einem „Jörger-Bier“ und mit  Besichtigungsbesuch der Stadtpfarrkirche und des Renaissanceschlosses Parz (Polheimer) mit seinen reformatorischen Fresken an der Südfassade. Von Bahnhof Grieskirchen kann man nach Wels fahren.

Der „Weg des Buches“ führt entlang alter Schmugglerpfade. Händler, eher raue Leute, brachten im 17. Und 18. Jahrhundert, zur Zeit der Gegenreformation und des „Geheimprotestantismus“ aus den Alpenländern Vieh nach Deutschland, dass sie auf Regensburger und Nürnberger Märkten verkauften, von wo sie neben Stoffen, Gewürzen und anderem auch deutschsprachige Bibeln, Gesang- und Gebetsbücher in die entlegensten Gebieten Österreichs brachten.

Mit Unterstützung von Bund, Land und Europäischer Union